Dipyron und Morphium vergleichbar bei Tumorschmerzen

Veröffentlicht am 3. März 2017

Methodik der Studie

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6,9/10

Neutralität der Studie

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Analyse einer Studie, die zeigte, dass orales Dipyron und Morphin ähnlich wirksam bei der Behandlung von 121 Patienten mit Tumorschmerzen waren. Drei Behandlungsgruppen erhielten entweder 1 oder 2 g Dipyron oder 10mg Morphin für 7 Tage. Eine vergleichbare analgetische Wirkung wurde sowohl für die 2 g Dipyron und die 10 mg Morphin-Behandlungsgruppen dokumentiert, wobei bei den Patienten der 2 g Dipyron-Gruppe weniger Nebenwirkungen auftraten.

Originaltitel: Efficacy and tolerance of oral dipyrone versus oral morphine for cancer pain
Autor: M. Rodríguez et al.
DOI-Nummer: 10.1016/0959-8049(94)90524-X
Studie durchgeführt in: Spanien.
Studie veröffentlich in: 1994.

Für Patienten

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Details zur Studie
  • Analyse im Detail

    In einer klinischen Studie mit 121 Tumorschmerz Patienten wurden drei Behandlungsgruppen randomisiert, um entweder 1 oder 2 g Dipyron oder 10 mg Morphin für 7 Tage zu erhalten. Die Schmerzlinderung war primärer Endpunkt der Studie und wurde unter Verwendung einer 100-mm-Visual-Analog-Skala (VAS) bewertet. Die Schmerzlinderungen der Tumorschmerzen der Patienten der 2 g Dipyron Behandlungsgruppe und der 10 mg Morphingruppe waren statistisch gesehen gleich und der Schmerzlinderung der 1 g Dipyron-Gruppe überlegen.

    207 Nebenwirkungen wurden bei 86 Patienten der Morphingruppe dokumentiert. Die stärkeren Nebenwirkungen (wie Übelkeit und Verstopfung) wurden häufiger in der Morphingruppe aufgezeichnet als bei den anderen Gruppen; Dieser Unterschied war jedoch nicht von statistischer Bedeutung.

  • Methodik

    Verblindung: Doppelverblindet
    Merkmalsträger: Mensch
    Probandenanzahl: Mehr als 20
    Allokation: Randomisiert
    Interventionstyp: Parallel
    Multicenter: Ja
    Stichprobe: Weder breitgefächerte, noch repräsentative Zielgruppenpopulation
    Statistische Analyse: p-Wert niedriger als 0,05 um Unterschied zu zeigen oder höher als 0,05 um Übereinstimmung zu zeigen

  • Neutralität

    Geldgeber: Pharmaindustrie
    Übereinstimmung von Studienergebnissen und Schlussfolgerung: Keine Manipulation
    Verblindung: Doppelverblindet oder keine Verblindung, aus ethischen Gründen oder fehlender Möglichkeit der Verblindung
    Stichprobe und Allokation: Eine zufällig

Fragen?
Matthew Schenk, MSc.

Toxikologe, Charité – Universitätsmedizin Berlin
matt.schenk@tas-ev.org

Weiterführende Analysen:

Wirkstoffe

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