Intramuskuläres Ketorolac und Diclofenac vergleichbar bei Tumorschmerzen

Veröffentlicht am 7. März 2017

Methodik der Studie

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6,5/10

Neutralität der Studie

70
7/10

Die Analyse einer klinischen Studie zeigt, dass die Wirkung der intramuskulären Verabreichung von Ketorolac und Diclofenac bei Krebsschmerzen vergleichbar ist. Eine adäquate Schmerzkontrolle wurde bei 70% der Patienten über einen Zeitraum von 6 Stunden erreicht.

Originaltitel: A double-blind study comparing two single-dose regimens of ketorolac with diclofenac in pain due to cancer.
Autor: Vincenzo Minotti et al.
DOI-Nummer: 10.1002/j.1875-9114.1998.tb03113.x
Studie durchgeführt in: Italien.
Studie veröffentlich in: 1998.

Für Patienten

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Details zur Studie
  • Analyse im Detail

    In einer klinischen Studie wurden 180 Patienten mit akuten, mittelschweren oder schweren Tumorschmerzen mit einer einzigen intramuskulär verabreichten Dosis von 10 mg oder 30 mg Ketorolac oder 75 mg Diclofenac für einen Zeitraum von 6 Stunden behandelt. Primärer Endpunkt war die Schmerzkontrolle. Der Schmerz wurde dazu 7-mal während dieser Studie mit einer visuellen analogen Skala (VAS) gemessen. Die VAS-Scores waren unter allen Gruppen vergleichbar, was darauf hindeutet, dass 10 mg Ketorolac bei einigen Patienten mit Tumorschmerzen eine ausreichende Linderung bieten könnte. Etwa 70% aller Patienten hatten nach der Verabreichung eine ausreichende Schmerzlinderung für 5 Stunden.

    Darüber hinaus, mussten rund 30% der Patienten in allen Behandlungsgruppen vorzeitig die Studie verlassen, aufgrund der Notwendigkeit zusätzlicher Schmerzlinderungen während des Behandlungszeitraumes. Während diese Studie durch ihr Single-Center-Design begrenzt ist, zählen zu ihren Stärken jedoch die große Stichprobengröße und die doppelblinde Maskierung.

  • Methodik

    Verblindung: Doppelverblindet
    Merkmalsträger: Mensch
    Probandenanzahl: Mehr als 40
    Allokation: Randomisiert
    Interventionstyp: Parallel
    Multicenter: Nein
    Stichprobe: Weder breitgefächerte, noch repräsentative Zielgruppenpopulation
    Statistische Analyse: p-Wert niedriger als 0,05 um Unterschied zu zeigen oder höher als 0,05 um Übereinstimmung zu zeigen

  • Neutralität

    Geldgeber: Pharmaindustrie
    Übereinstimmung von Studienergebnissen und Schlussfolgerung: Keine Manipulation
    Verblindung: Doppelverblindet oder keine Verblindung, aus ethischen Gründen oder fehlender Möglichkeit der Verblindung
    Stichprobe und Allokation: Eine zufällig

Fragen?
Matthew Schenk, MSc.

Toxikologe, Charité – Universitätsmedizin Berlin
matt.schenk@tas-ev.org

Weiterführende Analysen:

Wirkstoffe

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