Morphin Suspensionen und Tabletten vergleichbar bei Tumorschmerzen

Veröffentlicht am 12. Februar 2017

Methodik der Studie

57
5,7/10

Neutralität der Studie

95
9,5/10

Analyse einer klinischen Studie, die zeigt, dass Morphinsuspension und Tabletten eine vergleichbare analgetische (schmerzstillende) Wirkung bei der Behandlung von Tumorschmerzen haben. Diese Ergebnisse können Patienten mit Schwierigkeiten beim Schlucken von Tabletten zugute kommen.

Originaltitel: A comparative study of controlled-release morphine (CRM) suspension and CRM tablets in chronic cancer pain.
Autor: François Boureau et al.
DOI-Nummer: 10.1016/0885-3924(92)90018-D
Studie durchgeführt in: Frankreich.
Studie veröffentlich in: 1992.

Für Patienten

Diese Analyse kann Ihrem behandelnden Arzt helfen, Medikamente und Wirkstoffe besser einzuschätzen.

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Details zur Studie
  • Analyse im Detail

    In einer Crossover-Studie wurden 44 Patienten entweder mit einer Morphiumsuspension (CRM Suspension), CRM-Tabletten oder einem Placebo für zwei aufeinander folgende 7-Tage-Perioden behandelt. Vor Beginn der Studie bekamen alle Patienten 48 Stunden vor dem Versuch Morphium, um die bestehenden Schmerzen zu stabilisieren. Die Behandlungsgruppen erhielten entsprechende Dosen (ausgehend von 108 mg / Tag) Morphium. Primärer Endpunkt der Studie war der Schmerz, der mittels der visuellen Analogskala (VAS) dreimal täglich gemessen wurde. Die CRM Suspension und die Tabletten hatten dabei vergleichbare VAS-Scores und waren dem Placebo überlegen. Die Autoren stellten fest, dass die Patienten davon profitieren, die Schwierigkeiten beim Schlucken von Tabletten haben. Die Nebenwirkungen waren auch vergleichbar. Während diese Studie durch ihre kleine Probengröße eher limitiert wird, zählen das Doppel-Dummy-Design, die doppelblinde Maskierung und der Einschluss einer Placebo-Gruppe zu ihren Stärken.

  • Methodik

    Verblindung: Doppelverblindet
    Merkmalsträger: Mensch
    Probandenanzahl: Weniger als 20
    Allokation: Randomisiert
    Interventionstyp: Cross-over
    Multicenter: Ja
    Stichprobe: Weder breitgefächerte, noch repräsentative Zielgruppenpopulation
    Statistische Analyse: p-Wert niedriger als 0,05 um Unterschied zu zeigen oder höher als 0,05 um Übereinstimmung zu zeigen

  • Neutralität

    Geldgeber: Unabhängig
    Übereinstimmung von Studienergebnissen und Schlussfolgerung: Keine Manipulation
    Verblindung: Doppelverblindet oder keine Verblindung, aus ethischen Gründen oder fehlender Möglichkeit der Verblindung
    Stichprobe und Allokation: Eine zufällig

Fragen?
Matthew Schenk, MSc.

Toxikologe, Charité – Universitätsmedizin Berlin
matt.schenk@tas-ev.org

Weiterführende Analysen:

Wirkstoffe

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