Palliativer Sauerstoff wirksam gegen Atemnot bei Krebspatienten - eine schwache Studie

Veröffentlicht am 12. Dezember 2017

Methodik der Studie

53
5,3/10

Neutralität der Studie

85
8,5/10

Die Analyse einer klinischen Phase-II-Studie zeigt, dass palliativer Sauerstoff zur Behandlung von Atemnot bei Patienten mit fortgeschrittenem Krebs wirksam ist. Sowohl Hochdruck-Sauerstoff (HFO) als auch Bilevel-positiven Atemwegsdruck (BiPAP) Behandlungen zeigten eine deutliche Verbesserung der Atemlosigkeit, berechnet durch eine numerische Ratingskala (NRS) und eine modifizierte Borg-Skala (MBS).

Originaltitel: High-flow oxygen and bilevel positive airway pressure for persistent dyspnea in patients with advanced cancer: a phase II randomized trial.
Autor: David Hui et al.
DOI-Nummer: 10.1016/j.jpainsymman.2012.10.284
Studie durchgeführt in: USA.
Studie veröffentlich in: 2013.

Für Patienten

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Details zur Studie
  • Analyse im Detail
    Hui et al. (2013) dokumentierten eine Phase-II-Studie mit 30 Patienten mit fortgeschrittenem Krebs und Atemnot (Dyspnoe), die mit Hochdruck-Sauerstoff (HFO) oder Bilevel-positiven Atemwegsdruck (BiPAP) für 2 Stunden behandelt wurden. Als primäres Ergebnis wurde die Anzahl der Patienten gemessen, die in der Lage waren die Studie zu vervollständigen (Verbleibquote). Sekundäres Ergebnis war eine Veränderung der Dsypnea, die mit einer numerischen Bewertungsskala (NRS) und einer modifizierten Borg-Skala (MBS) gemessen wurde. 23 Patienten beendeten die Studie (Retentionsrate von 77%) und beide Behandlungsgruppen zeigten signifikante Verbesserungen sowohl bei NRS (HFO = 1,9 vs BiPAP 3.2) als auch bei MBS (HFO = 2,1 vs BiPAP = 1,5).

    Einige der Einschränkungen dieser Studie sind seine kleine Stichprobengröße, kurze Dauer, Single-Center-Design und der Mangel an einer Placebo-Gruppe und Verblindung. Wie von den Autoren vorgeschlagen, sind größere Studien erforderlich, um die Gültigkeit dieser Ergebnisse weiter zu untersuchen.

  • Methodik

    Verblindung: Nicht verblindet
    Merkmalsträger: Mensch
    Probandenanzahl: Weniger als 20
    Allokation: Randomisiert
    Interventionstyp: Parallel
    Multicenter: Nein
    Stichprobe: Weder breitgefächerte, noch repräsentative Zielgruppenpopulation
    Statistische Analyse: p-Wert niedriger als 0,05 um Unterschied zu zeigen oder höher als 0,05 um Übereinstimmung zu zeigen

  • Neutralität

    Geldgeber: Unabhängig
    Übereinstimmung von Studienergebnissen und Schlussfolgerung: Keine Manipulation
    Verblindung: Keine Verblindung
    Stichprobe und Allokation: Eine zufällig

Fragen?
Matthew Schenk, MSc.

Toxikologe, Charité – Universitätsmedizin Berlin
matt.schenk@tas-ev.org

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