Pregabalin besser geeignet als Amitriptyline und Gabapentin bei Tumorschmerzen

Veröffentlicht am 1. Februar 2017

Methodik der Studie

63
6,3/10

Neutralität der Studie

95
9,5/10

Die Untersuchung einer klinischen Studie zeigte, dass Pregabalin den anderen Medikamenten Amitriptylin und Gabapentin bei neuropathischen Tumorschmerzen überlegen ist. Die Pregabalin-Gruppe zeigte auch die deutlichsten Verbesserungen bezüglich der Nebenwirkungen, der Intensität der stechenden, brennenden Blasenstörungen und der globalen Zufriedenheit Partitur (GSS) und dem Eastern Co-operative Oncology Group Scoring (ECOG).

Originaltitel: A comparative efficacy of amitriptyline, gabapentin, and pregabalin in neuropathic cancer pain: a prospective randomized double-blind placebo-controlled study.
Autor: Seema Mishra et al.
DOI-Nummer: 10.1177/1049909111412539
Studie durchgeführt in: Indien.
Studie veröffentlich in: 2012.

Für Patienten

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Details zur Studie
  • Analyse im Detail

    Mishra Et Al. (2011) dokumentiert eine Studie, in der 120 Patienten mit neuropathischen Tumorschmerzen steigende Dosen des der Medikamente Pregabalin (PG), Gabapentin (GB) oder Amitriptylin (AT) oder ein Placebo für 3 Wochen (gesamte Studienzeit 4 Wochen) einnahmen. Dabei erfolgte die Dosierung wie folgt: Gruppe PG erhielt 150 mg/Tag in Woche 1, 300 mg/Tag in Woche 2 und 600 mg/Tag in Woche 3; Gruppe GB erhielt 900 mg/Tag in Woche 1, 1200 mg/Tag in Woche 2 und 1800 mg/Tag in der 3. Woche; Gruppe At erhielt 50 mg/Tag in Woche 1, 75 mg/Tag in Woche 2 und 100 mg/Tag in der 3. Woche.

    Primärer Endpunkt war die Schmerzreduktion, bewertet über die visuelle Analoge-Skala (VAS). Sekundäre Endpunkte: unerwünschte Ereignisse, Intensität der stechende, brennenden Blasenstörungen, globale Zufriedenheit Partitur und das Scoring der Eastern Cooperative Oncology Group. Aufgrund von ethnischen Gründen erfolgte die Analgesie bei alle Patienten, auch bei der Placebo-Gruppe. Während sich unter allen Behandlungen die Schmerzen besserten, erzielte die PG Gruppe einen statistisch überlegen mittleren VAS-Score und demonstriert die günstigsten Ergebnisse und Messungen innerhalb der sekundären Endpunkte. Die GB Gruppe zeigte zwar eine geringere Reaktion als die PG Gruppe, aber eine deutlich bessere Reaktionen gegenüber AT und dem Placebo in Bezug auf die stechende und brennenden Schmerzen. Während PG und GB deutlich besser waren bei der Linderung von Allodynie (Art der Mißempfindungen) als die anderen Gruppen, erzielte die GB Gruppe eine weitere Verbesserung, jedoch war dieser Unterschied nicht signifikant. Die Autoren schlussfolgern, dass Pregabalin einen klinisch signifikanten Morphin-schonenden Effekt hat, verglichen mit Gabapentin und Amitriptylin.

    Einschränkungen der Studie sind das Single-Center-Design und die geringe Stichprobengröße, während die Aufnahme einer Placebo-Gruppe und das Doppel-Blind-Design zu ihren Stärken zählt.

  • Methodik

    Verblindung: Doppelverblindet
    Merkmalsträger: Mensch
    Probandenanzahl: Mehr als 20
    Allokation: Randomisiert
    Interventionstyp: Parallel
    Multicenter: Nein
    Stichprobe: Weder breitgefächerte, noch repräsentative Zielgruppenpopulation
    Statistische Analyse: p-Wert niedriger als 0,05 um Unterschied zu zeigen oder höher als 0,05 um Übereinstimmung zu zeigen

  • Neutralität

    Geldgeber: Unabhängig
    Übereinstimmung von Studienergebnissen und Schlussfolgerung: Keine Manipulation
    Verblindung: Doppelverblindet oder keine Verblindung, aus ethischen Gründen oder fehlender Möglichkeit der Verblindung
    Stichprobe und Allokation: Eine zufällig

Fragen?
Matthew Schenk, MSc.

Toxikologe, Charité – Universitätsmedizin Berlin
matt.schenk@tas-ev.org

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