Pregabalin + Strahlentherapie wirkungslos bei Krebs induzierten Knochenschmerzen

Veröffentlicht am 31. Januar 2017

Methodik der Studie

75
7,5/10

Neutralität der Studie

70
7/10

Die Analyse dieser klinischen Studie zeigte, dass Pregabalin wirkungslos war bei Patienten mit Krebs induzierten Knochenschmerzen, die eine Strahlentherapie bekamen. Das Ziel der Studie, die signifikante Schmerzreduzierung in der 4. Woche, war nicht bedeutend für die Pregabalin-Gruppe und in dieser Hinsicht sogar geringfügig schlechter als in der Placebo-Gruppe.

Originaltitel: Randomized Double-Blind Trial of Pregabalin Versus Placebo in Conjunction With Palliative Radiotherapy for Cancer-Induced Bone Pain.
Autor: Marie Fallon et al.
DOI-Nummer: 10.1200/JCO.2015.63.8221
Studie durchgeführt in: Vereinigtes Königreich.
Studie veröffentlich in: 2016.

Für Patienten

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Details zur Studie
  • Analyse im Detail

    Fallon Et Al. (2016) führten eine klinische Studie durch, in der 120 Erwachsene mit Krebs-induzierten Knochenschmerzen (CIBP) randomisiert wurden und Strahlentherapie, sowie das Medikament, oder ein Placebo über 4 Wochen erhielten. Die analgetischen Anforderungen der Patienten wurden vor Beginn der Studie stabilisiert.
    Das Hauptziel-Ergebnis war die Schmerzreduktion gemessen in der letzten Woche der Studie und in dieser Hinsicht schnitt die Medikamentengruppe geringfügig schlechter ab als die Placebogruppe. Die Autoren empfehlen Pregabalin nicht für Patienten, die Strahlentherapie empfangen als Medikament gegen CIBP.
    Zu den Stärken dieser Studie zählt das multizentrische und doppelt verblindete Design, um Voreingenommenheit zu verhindern und Fehler zu verringern.

  • Methodik

    Verblindung: Doppelverblindet
    Merkmalsträger: Mensch
    Probandenanzahl: Mehr als 100
    Allokation: Randomisiert
    Interventionstyp: Parallel
    Multicenter: Ja
    Stichprobe: Weder breitgefächerte, noch repräsentative Zielgruppenpopulation
    Statistische Analyse: p-Wert niedriger als 0,05 um Unterschied zu zeigen oder höher als 0,05 um Übereinstimmung zu zeigen

  • Neutralität

    Geldgeber: Pharmaindustrie
    Übereinstimmung von Studienergebnissen und Schlussfolgerung: Keine Manipulation
    Verblindung: Doppelverblindet oder keine Verblindung, aus ethischen Gründen oder fehlender Möglichkeit der Verblindung
    Stichprobe und Allokation: Eine zufällig

Fragen?
Matthew Schenk, MSc.

Toxikologe, Charité – Universitätsmedizin Berlin
matt.schenk@tas-ev.org

Weiterführende Analysen:

Medikament

Wirkstoffe

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