THC+CBD Extrakt besser geeignet als THC gegen Tumorschmerzen

Veröffentlicht am 21. Juli 2017

Methodik der Studie

71
7,1/10

Neutralität der Studie

70
7/10

Analyse einer klinischen Studie mit 177 Patienten mit Krebsschmerzen, die entweder mit THC:CBD-Extrakt, THC oder Placebo für 2 Wochen behandelt wurden. Die Schmerzlinderung bei den Patienten mit dem THC:CBD-Extrakt war deutlich besser, als bei den Patienten, die nur mit THC behandelt wurden, die sich nicht signifikant vom Placebo unterschieden.

Für Patienten

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Details zur Studie
  • Analyse im Detail

    In dieser Studie wurden 177 Patienten mit Krebsschmerzen mit Sativex® (THC:CBD-Extrakt), THC oder einem Placebo für zwei Wochen behandelt. Die Dosis von Sativex betrug 22-32 mg / Tag THC und 20-30 mg / Tag CBD. Alle Patienten erhielten auch eine durchschnittliche tägliche Opioiddosis, die 271 mg oralem Morphin entspricht.

    Die wichtigsten Ergebnisse sind die Schmerzreduktion (gemessen durch eine numerische Bewertungsskala), die Veränderung von den Startniveaus der Opioiddosierungen und die Nebenwirkungen. Sativex® zeigte eine signifikante Verbesserung der Schmerzreduktion im Vergleich zum Placebo (-1,37 vs. -0,69). Bei der THC-only-Gruppe kam es zu keiner signifikanten Schmerzreduktion im Vergleich zur Placebo-Gruppe (vs. -0,69). Allerdings gab es auch signifikant (P = 0,02) mehr Nebenwirkungen (Übelkeit und Erbrechen) bei den Patienten in der Sativex-Gruppe in Bezug auf die beiden anderen Gruppen. THC zeigte die gleichen Nebenwirkungen wie der Placebo. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Kombination von THC und CBD Krebs-Schmerzen besser lindern könnte als THC allein.

    Einige der Stärken dieser Studie sind die Einbeziehung einer Placebo-Gruppe, sowie ihr multizentrisches, doppelblindes Design. Eine Begrenzung ist die kleine Stichprobengröße.

  • Methodik

    Verblindung: Doppelverblindet
    Merkmalsträger: Mensch
    Probandenanzahl: Mehr als 40
    Allokation: Randomisiert
    Interventionstyp: Faktoriell oder Parallel
    Multicenter: Ja
    Stichprobe: Weder breitgefächerte, noch repräsentative Zielgruppenpopulation
    Statistische Analyse: p-Wert niedriger als 0,05 um Unterschied zu zeigen oder höher als 0,05 um Übereinstimmung zu zeigen

  • Neutralität

    Geldgeber: Pharmaindustrie
    Übereinstimmung von Studienergebnissen und Schlussfolgerung: Keine Manipulation
    Verblindung: Doppelverblindet oder keine Verblindung, aus ethischen Gründen oder fehlender Möglichkeit der Verblindung
    Stichprobe und Allokation: Eine zufällig

Fragen?
Matthew Schenk, MSc.

Toxikologe, Charité – Universitätsmedizin Berlin
matt.schenk@tas-ev.org

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