Trotz mehrerer Nebenwirkungen, könnte Fentanyl, Schmerzen im Zusammenhang mit Weichgewebskrebs reduzieren

Veröffentlicht am 14. November 2017

Methodik der Studie

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4,9/10

Neutralität der Studie

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8/10

Analyse einer klinischen Studie, bei der 86 Patienten mit chronischem Weichgewebskrebs, Fentanyl gegen ihre Schmerzen erhielten. In der Fentanyl-Gruppe zeigte sich eine signifikante Reduktion der Schmerzschweregrade (P = 0,001), aber auch viele unerwünschte Nebenwirkungen wie Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen und Schläfrigkeit.

Originaltitel: Efficacy of Fentanyl Transdermal Patch in the Treatment of Chronic Soft Tissue Cancer Pain
Autor: Karim Hemati et al.
DOI-Nummer: 10.5812/aapm.22900
Studie durchgeführt in: Iran.
Studie veröffentlich in: 2015.

Für Patienten

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Details zur Studie
  • Analyse im Detail
    Die Schmerzen von 86 Patienten mit chronischem Weichgewebskrebs wurden mit transdermalen Fentanylpflastern (25 μg / Stunde) behandelt. Die wichtigsten Ergebnisse von Interesse waren die Schmerz-Schweregrade, welche in den ersten 12-18 Stunden gemessen wurden und anschließend über einen Zeitraum von 3 Tagen ausgewertet wurden. Die Schmerzschwere wurde unter Verwendung einer visuellen analogen Skala (VAS) gemessen. Messungen wurden auch 24, 48 und 72 Stunden nach der Behandlung durchgeführt. Fentanyl zeigte eine signifikante reduzierte Schmerzschwere (P = 0,001), allerdings zeigten sich auch bei den meisten Patienten (72%) mehrere Nebenwirkungen wie: Verstopfung (18,6%), Übelkeit und Erbrechen (18,6%), und Schläfrigkeit (30,2%). Die Autoren deuten darauf hin, dass unerwünschte Ereignisse minimiert werden könnten, durch die Überwachung des Serum-Fentanyl-Spiegels der Patienten, um eine angemessenere Dosierung zu verabreichen, die innerhalb dieser Studie nicht durchgeführt wurde.
     
    Eine große Einschränkung dieser Studie ist der Mangel an Randomisierung. Zusätzliche Schwäche ist das monozentrische- und einfach verblindete Studiendesign.
  • Methodik

    Verblindung: Einfachverblindet
    Merkmalsträger: Mensch
    Probandenanzahl: Mehr als 65
    Allokation: Nicht Randomisiert
    Interventionstyp: Einzelgruppe
    Multicenter: Nein
    Stichprobe: Weder breitgefächerte, noch repräsentative Zielgruppenpopulation
    Statistische Analyse: p-Wert niedriger als 0,001 um Unterschied zu zeigen oder höher als 0,2 um Übereinstimmung zu zeigen

  • Neutralität

    Geldgeber: Unabhängig
    Übereinstimmung von Studienergebnissen und Schlussfolgerung: Keine Manipulation
    Verblindung: Einfachverblindet
    Stichprobe und Allokation: Kein zufälligkeit

Fragen?
Matthew Schenk, MSc.

Toxikologe, Charité – Universitätsmedizin Berlin
matt.schenk@tas-ev.org

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